Girls' World - The Cutting Season -
„... Diese Geschichte hat kaum eine Bedeutung für die jungen Mädchen, die misshandelt behandelt und verstümmelt werden, während ihre eigenen Mütter zusehen und manchmal sogar dabei helfen, sie festzuhalten. Kann es einen schlimmeren Verrat geben? Und das alles im Namen der Liebe! Ja, Liebe. Diese Mütter hassen ihre Töchter nicht. Sie haben nicht vergessen, wie sie selbst misshandelt wurden, während ihre Mütter sie festhielten. Wie konnten sie das tun? Sie haben den Schmerz wohl kaum vergessen. Ja, sie verstehen sehr wohl - wenn sie die Schreie ihrer Töchter und die Echos ihrer eigenen Schreie aus der Vergangenheit hören - dass ihre Mädchen ohne diese Verstümmelung als sexuell unkontrolliert und heiratsunfähig angesehen werden. Man beschneidet sie, um sie vollkommener zu machen - die Ironie des Beschneidens, des Verstümmeln, um einen Menschen zu vervollkommnen!“
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„... Verstehen Sie jetzt, warum Mütter ihre Töchter festhalten und ihre Schreie verdrängen? Sie wissen, was getan werden muss, was erlitten werden muss, worüber Stillschweigen bewahrt werden muss und was gesagt werden muss, damit ihre Töchter einen Ehemann verdienen.“
Aus „Warum hasst ihr uns so? Für die sexuelle Revolution der Frauen in der islamischen Welt“ von Mona Eltahawy [1].

Es wird geschätzt, dass über 200 Millionen der heute lebenden Mädchen und Frauen in den Ländern, in denen diese Praktik vorherrscht, weibliche Genitalverstümmelung erlitten haben [2].
Jedes Jahr sind über 3 Millionen Mädchen von weiblicher Genitalverstümmelung bedroht.
Weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation - FGM) ist die teilweise oder vollständige Entfernung oder sonstige Verletzung der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane aus nicht medizinischen Gründen [3].

In Großbritannien werden Mädchen zur „Beschneidungszeit“ ins Ausland geflogen (in das Land ihrer Familie), um die Genitalverstümmelung an ihnen vornehmen zu lassen. Dies passiert während der Sommerferien.



[1] http://www.monaeltahawy.com/

[2] http://www.who.int/reproductivehealth/topics/fgm/prevalence/en/

[3] http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs241/en/